Meine Geschichte

Mein Name ist Martha Assefa. Mein Vater war direkter Berater des Kaisers Haile Selassie in Äthiopien. Als 1974 die Monarchie durch das kommunistische Regime gestürzt wurde, wurde meine Familie enteignet und wir mussten aus dem Land fliehen.

Nach meiner Schulausbildung in Kenia kam ich nach Deutschland. Dort wurde ich Stewardess bei PANAM. Später wechselte ich zur Lufthansa.

1991, nach dem Umbruch in Äthiopien bekam meine Familie die Ländereien wieder zurück. Durch meine Arbeit bei der deutschen Lufthansa bekam ich die Möglichkeit wieder nach Afrika zu fliegen. Bei meinen ersten Reisen ins Land wurde ich von dem großen Elend in dem die Menschen lebten überwältigt.

Ich lernte ein verwahrlostes Waisenkind kennen. „Wie kann ich diesem Kind helfen?“ war meine große Frage. Es ergab sich die Möglichkeit eine Familie zu finden, die für dieses Kind sorgte. Bei jeder weiteren Reise kamen neue Kinder dazu, die ich unmöglich in ihrer Armut und ihrem Elend alleine lassen konnte. Dazu ergab sich noch die Möglichkeit auf dem Grundstück meiner Eltern eine Schule zu beginnen.

Im Laufe der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, dass ich mit den begrenzten Mitteln meiner Halbtagsbeschäftigung bei Lufthansa zwar einiges finanzieren kann, aber die Kinder letztendlich nicht wirklich das bekommen, was mir Gott aufs Herz gelegt hat.

Sie sollen wirkliche Liebe erfahren und auch Jesus Christus kennen lernen. Gott forderte mich zu einem Schritt heraus: „Bist du bereit deine Sicherheit hier zu verlassen und mir in deiner alten Heimat zu dienen?“

Nach zunächst privat organisierter Hilfe bin ich nun seit Sommer 2011 im Rahmen des Lawan-Projektes für die Petrusgemeinde Kelsterbach (Träger des Projekts) nach Äthiopien entsandt. Dort betreue ich die Kinderdorf-Schule, baue sie weiter aus und versorge die Menschen im Kinderdorf. Ich lebe dort gemeinsam mit meiner Tochter Pini.

Mein Traum ist es, die Schule weiter zur Primary-School auszubauen, das Waisenhaus  zu erweitern um noch mehr Kinder aufnehmen zu können, und eine Krankenstation um den Menschen auch medizinisch zu helfen. Außerdem träume ich auch von einem geistlichen Anlaufpunkt und einer Betreuung der Menschen durch eine christliche Kirchengemeinde.